Objekt : Klenk, Jakobine: ¬Die christliche Jungfrau in der Schule der Heiligen

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kömmt?"  —  Wohl  den  jungen  Mädchen,  welche
nach  dem  Beispiele  der  heil.  Rosa  gleich  die  ersten
Blicke  beim  Erwachen  zu  Maria  richten  und  sie  mit
einem  Gebete  zu  ihrer  Ehre  begrüßen.  So  oft
Rosa  irgend  Etwas  entweder  für  sich  oder  Andere
zu  erlangen  wünschte,  eilte  sie  in  ihre  liebe  Kapelle,
und  flehete  die  heilige  Jungfrau  um  ihre  Fürbitte
an,  bis  sie  auf  den  Zügen  des  Marienbildes  die
Erhörung  ihrer  Bitte  zu  gewahren  glaubte,  worauf
sie  sich  dann  voll  Vertrauen  zurückzog,  und  auch
nie  in  ihrer  Erwartung  getäuscht  wurde.  Jeden
Samstag  trug  Rosa  einen  Blumenstrauß,  wozu  siedie -
  Blumen  selbst  gezogen,  auf  den  Altar  Mariens
und  pflegte  zu  sagen:  „Wenn  ich  reich  wäre,  so
würde  ich  Maria  eine  mit  Edelsteinen  gezierte  Krone
darbringen,  allein,  da  ich  arm  bin,  so  bringe  ich
nur  Blumen."  —  Maria  lohnte  den  frommen  Eifer
ihrer  Dienerin  dadurch,  daß  der  Garten  Rosa's
stets  mit  den  schönsten  Blumen  geziert  war,  und
zwar  zu  allen  Jahreszeiten,  selbst  während  den
heißesten  Tagen,  wo  in  diesem  Tropenland  die
Blumen  und  Blüthen  von  den  brennenden  Strahlen
der  Sonne  versengt  werden.  (Leben  der  heil.  Rosa.)
Viel  fromme  Seelen  haben  die  Gewohnheit
Morgens  und  Abends  niederzuknieen  und  Maria
um  ihren  Segen  zu  bitten.  Eine  eifrige  Carmeliterin -
  betete  täglich,  sobald  sie  sich  vom  Lager  erhob -
  drei  Ave  Maria  und  küßte  siebenmal  den
Boden  als  Zeichen  ihrer  Verehrung  für  die  Wunden
des  Heilandes  und  die  sieben  Schmerzen  Mariä.  —
Der  ehrwürdige  Stifter  des  Seminars  von  St.  Sulpice, -
  der  berühmte  Ollier  schreibt:  „Ich  habe  nie
Digitalisierungsvorlage:
ax-Planck-Institut  für  Bildungsforschung
Bi
            
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