Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

— 29 — 
Gott sei Dank, daß noch so viele Mütter das Opfer 
des Gehorsams tagtäglich bringen und oft in solchen Ver¬ 
hältnissen, daß man diese Wunder der Gnade wirklich an¬ 
staunen muß. Daß es aber auch so viele giebt, welche in 
ihren Launen von keinem Opfer des Gehorsams etwas 
wissen wollen, vielleicht gar boshaft ungehorsam sind, ist 
aller Thränen werth. Denn mit diesem Familienunglück 
ist die größte Gefahr ewiger Verdammniß verbunden 
Oder glaubet ihr etwa dies Beispiel gelte nicht für uns: 
„Jesus fing an zu thun und zu lehren!" Er wollte näm¬ 
lich zuerst ein Beispiel geben; und dann erst lehren: 
„Wer diesem Beispiele nicht nachfolge, werde verloren gehen.“ 
So mit der Familie. Auch hier kommt zuerst das Bei¬ 
spiel von Joseph und Maria und der ganzen hl. Familie. 
Dann aber mahnt Jesus Christus durch seinen hl. Apostel 
Paulus: „Ihr Weiber seid unterthan enern Männern, wie 
sich's geziemt im Herrn." Damit euch aber dies Opfer 
des Gehorsams nicht zu schwer werde, fügt er bei: „Ihr 
Männer liebet euere Weiber und seid nicht bitter gegen 
sie." (Col. III., 18. 19.) Wenn euch daher dieses Opfer 
hie und da schwer fallen sollte, denket an die wunderbarliche 
Mutter und betet zu ihr. Dann werden euch sogar die 
schweren Opfer nicht bloß leicht, sondern sogar angenehm 
werden. Wendet doch euere Augen nie von der schmerz¬ 
haften Mutter ab; denn nur in diesem Falle könnet ihr 
auch das zweite Opfer bringen: nämlich das Opfer der 
Schmerzen und Entbehrungen für euere Kinder. 
Seit dem Sündenfalle ist die Mutter ohne Schmerz 
und Entbehrung gar nicht mehr möglich. Denn mit der 
Sünde geht von Geschlecht zu Geschlecht die Ausführung 
des göttlichen Strafgesetzes: „Ich will vervielfältigen deine 
Beschwerden und in Schmerzen sollst du Kinder gebären." 
(Gen. III. 16.) Die Welt mag die Erbsünde leugnen, 
aber dieses Gesetz kann sie nicht aufheben; die Medicin 
 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
stalsjerungsvortage. 
Diöze 
JErzbischöfic 
ind 
Domt 
kK
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer