Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

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Unmöglichkeit sein. Gebet ihr ferner auch Acht, ob nicht 
vor der Zeit Einzelne sich in Arbeitslokale einschleichen 
oder Abends unter diesem oder jenem Vorwande allein 
zurückbleiben? Sind die Säle im Namen der Sittlich¬ 
keit oder der Unschuld für Alle gleichzeitig geöffnet, aber 
auch geschlossen? 
Oder willst du etwa sagen: Ich betrachte meine 
Arbeiter nur als Bürger, ich bin zufrieden, wenn sie ihre 
Arbeit gut machen; um alles Andere kümmere ich mich 
nicht. Schon gut. Aber wenn diese Bürger einst zur 
Hölle fahren in deiner Gesellschaft, wo wird dann der 
Christ, der Katholik im Himmel ein Plätzchen finden? 
Oder wenn der Katholik verdammt wird, wo wird dann 
der Bürger selig werden? Die Neuzeit mag, um das 
böse Gewissen zu beschwichtigen, den Menschen von 
der Wiege an bis zum Grabe, in der Schule, bei Ein¬ 
gehung der Ehe, bei der Beerdigung nur als Bürger 
betrachten und behandeln, um den Christen aber ganz 
unbekümmert sein; Gott jedoch weiß von dieser Unter¬ 
scheidung rein nichts — sondern er nimmt die ganze 
Person, daß der Bürger mit dem Christ und der Christ 
mit dem Bürger ewig verdammt oder ewig selig wird. 
Das, das ist die Wahrheit, der wir uns zu unterwerfen 
und nach der wir zu leben, zu handeln haben, unbe¬ 
kümmert um das gelehrte Kauderwelsch einer christus¬ 
feindlichen und Gott fernen Zeitströmung. 
„Aber denkst dn vielleicht, wir tönnen doch nicht 
überall sein." Das verlangt auch Niemand, aber kannst 
du nicht brave und zuverlässige Aufseher bestellen, kannst 
du oder die Deinen nicht hie und da selbst nachsehen? 
Kannst du nicht einzelne Arbeiter über die Ordnung oder 
Unordnung befragen? Aber diese decken sich ihre Schande 
gegenseitig zu. Das nun wäre allerdings traurig und 
die sicherste Straße in die Hölle hinab. Denn, christliche 
Nigtalsierungsvorage 
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Erzbischöfliche Diözesan 
x-Planck-Institut für Bildungsforschung 
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