Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

— 363 — 
XXXVIII. 
Christliche Familie und Arbeiter. 
II. 
In der christlichen Gesellschaft sind Arme und Reiche, 
Herrschaften und Dienstboten, Arbeiter und Arbeitgeber; 
diese Alle sind durch die hl. Taufe Kinder Gottes ge¬ 
worden und sollen sich gegenseitig als Brüder und 
Schwestern in Christo Jesu voll Ehrfurcht und hl. Schen 
hochachten. Diese Grundwahrheit sollte eigentlich genügen, 
um die Stellung der christlichen Familie zum Arbeiter zu 
begreifen. Da wir aber im Verständnisse der Wahrheit 
oft so langsam und manche Pflichten gar nicht verstehen 
wollen, so muß ich einzelne Punkte noch ganz besonders 
hervorheben. 
Im letzten Vortrage gab ich die nothwendigsten Winke 
betreff der Sorge für das leibliche Wohl der Arbeiter. 
So wichtig nun diese Pflicht für die Herrschaften und 
Arbeitgeber, so giebt es gleichwohl noch eine andere, viel 
wichtigere, von deren Erfüllung nicht bloß das zeitliche 
Wohl der Arbeiter, sondern sogar das ewige Heil Aller 
bedingt ist. Und das wäre? Die gegenseitige Pflicht 
der christlichen Familie und der Arbeiter für ihr Seelen¬ 
heil einander behülflich zu sein. 
Was ich hierüber zu sagen habe, präget euch tief ein, 
damit nicht auch hier in Erfüllung gehe des Herrn Wort: 
Viele sind berufen, aber wenige auserwählt." 
Auch heute muß ich von der Familie ausgehen und 
zwar von denen, welche dieselbe leiten. Da nun stellt 
der hl. Paulus (I. Tim. V) den Hauptgrundsatz ganz 
allgemein auf: „Wenn aber Jemand für die Seinige 
 
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