Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

schaft, er in Freuden, seine Brüder in Elend. Weil er
an Gott und dessen Verheißungen glaubt, bekennt er offen,
daß er kein Sohn der Tochter Pharaos, sondern des vom
König so hartbedrängten Volkes sei. Mit diesem Volke
will er lieber leiden, als bei dessen Feinden sich freuen.
Die Schmach Christi war ihm ein größerer Reichthum
als alle Schätze Aegyptens. Wer war dieser Christus?
Das Volk Israel als Vorbild Christi, der auch einige
Zeit verbannt in Aegypten lebte.

Wir nun haben nicht das Vorbild Christi, sondern
die Braut Christi und diese unsere Mutter weint in Aegypten
bedruckt und geknechtet und geschlagen, ihr Pharao ist die
Revolution. Wohlan christliche Jugend, – rührt dich
nicht Moses' Beispiel? Willst du nicht wenigstens die
Freuden der Sünden meiden? Während deine Mutter
um dein Gebet bittet, kannst du durch deine Belustigungen
dem Zorn Gottes rufen? Während Jesus Christus in
der Person seines Statthalters, beraubt und ausgeplündert
und verhöhnt, dich um ein Almosen bittet, kannst du dein
Geld an die traurigen Freuden der Eitelkeit und der
Ausschweifungen, an Mitgenossen der Sünde werfen? –
Oder – im Vorbeigehen gesagt – bezahlst du mit teurem
Gelde eine Zeitung, welche im Chor der Revolution gegen
die Braut Christi bald fein, bald grob mitlästert? Oder
hilfst du einem solchen Reformblatt sonst auf eine Weise?
Mir kommt es vor, als gehe klare tiefe Einsicht und
männliche Thatkraft und grundsätzliche Entschiedenheit
immer mehr verloren. Doch ich will bei der Sache
bleiben.

Also christliche Jugend, deine Freude sei jetzt mit
der Kirche, deiner Mutter zu trauern, wie Moses mit
seinem Volke duldete. Versparet euern Jubel auf jenen
Tag, wo die Braut Christi aus Aegypten zieht und dem
Statthalter Christi die Ketten fallen, und Pharao mit
seiner Reiterei im roten Meere versinkt wie ein Felsblock.

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