Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

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Gestalten des Brodes und des Weines, und gab sich selbst 
als Speise hin — das ist das Morgenroth des auf¬ 
steigenden neuen Bundes — und am folgenden Tage 
opferte er sich in Menschengestalt am hl. Kreuze. Dieses 
wahre Österlamm wird täglich auf unsern Ältären ge¬ 
opfert, und wir essen sein Fleisch und trinken sein Blut. 
In Folge dieser Geheimnisse also strahlt unser Leib 
geröthet vom Blute Christi, das den Würgengel der Un¬ 
lauterkeit ferne zu halten bestimmt ist. Da sehet die 
Weisheit der Kirche. Wenn die Kinder zwölf, dreizehn 
Jahre alt geworden, und ihre Sinnlichkeit zu erwachen 
beginnt, die Gefahren von Außen größer werden, dann 
nimmt sie dieselben sorgfältiger in die Hand, führt sie 
ein in die tiefsten Glaubensgeheimnisse und bereitet sie 
vor für den schönsten Tag ihres Lebens, damit sie ge¬ 
röthet mit dem Blute des Lammes die Begierlichkeit 
ihres Fleisches und die Aergernisse der Welt siegreich 
überwinden. Warum denn nicht? Wer ist nämlich 
stärker, der Mann oder sein Schatten? — Was war das 
Österlamm und sein Blut? Ein Schatten. Wer aber 
die Wirklichkeit? Das Lamm Gottes und sein Blut. 
Wenn nun das Blut eines Lammes, weil es das Vor- 
bild des göttlichen Blutes war, kräftig genug war, den 
Verderber von Israels Häusern ferne zu halten, welche 
Wunder der Allmacht wird erst das göttliche Blut wirken, 
um den Würgengel der Unlauterkeit von dem lebendigen 
Tempel des hl. Geistes abzuschrecken? Denn Alle, welche 
diese hochheiligen Geheimnisse feiern, sollen wie Löwen 
muthig und stark vom Tische des Herrn weggehen, um 
den Kampf mit allen Feinden der Unschuld siegreich zu 
führen. 
Denn beherziget nur die Worte des Propheten Zacha¬ 
rias (Cap. IX). Nachdem er die Ankunft des Erlösers 
vorherverkündet und den Segen seines Reiches geschildert, 
 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
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