Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

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in wie fern diese nützlich oder gar nothwendig seien, will 
ich nicht untersuchen; aber soviel ist mir sonnenklar, daß 
nur die tiefe Kenntniß und Verehrung Mariens die für 
die Rettung und Heiligung der Familie geeigneten Mütter 
uns geben kann. Daher will ich diese Wahrheit behandeln: 
In der Würde der Mutter Gottes erkennt die 
christliche Mutter auch ihre Würde. 
Als die Fülle der Zeit gekommen war, wurde der 
Erzengel Gabriel zur Jungfrau Maria gesandt. Er begrüßte 
sie im Auftrage Gottes: „Gegrüßt seist du voll der 
Gnaden, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den 
Weibern.“ Als Maria über dieses Lob erschrack, beruhigte 
sie der Engel: „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast 
Gnade gefunden bei Gott." In diesen wenigen Worten 
habet ihr die wunderbare Heiligkeit der Jungfrau. Aber 
das ist nicht ihre höchste Auszeichnung, sondern nur die 
nothwendige Vorbereitung, daß ein Geschöpf eine Art gött¬ 
licher Würde erhalte. Denn betrachtet nur die Botschaft 
des Engels. Er will nämlich sagen: „Wundere dich nicht, 
daß Gott dir eine solche Gnadenfülle gegeben hat; fürchte 
dich nicht, als könnte da eine Täuschung sein; vor allem 
mußt du die Gnadenvolle sein. Denn siehe du wirst em¬ 
pfangen in deinem Leibe und einen Sohn gebären, und 
du sollst seinen Namen Jesus heißen. Dieser wird groß 
sein und der Sohn des Allerhöchsten genannt werden und 
seines Reiches wird kein Ende sein." Als dann die Gnaden¬ 
volle fragte wie das möglich sei, da sie mit dem heiligen 
Joseph in unversehrter Jungfräulichkeit zu leben gelobt 
habe, sprach der Engel: „Der heilige Geist wird über dich 
kommen und die Kraft des Allerhöchsten dich überschatten; 
darum wird auch das Heilige, das aus dir geboren werden 
soll, Sohn Gottes genannt werden." „Siehe ich bin eine 
Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Worte." Als 
die Jungfrau diese Worte gesprochen, geschah was der hl. 
 
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