Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

mein Wort wohl überlegen, bevor er mir Uebertreibung
vorwirft. Denn was ich sage, hängt zusammen wie die
Ringe einer Kette, Fast in jeder Familie gibt es
politische Zeitungen. Was die neben der täglichen
Verbrecherchronik, neben mehr oder weniger unglücklichen
Witzen und Anekdoten und allerlei Liebesgeschichten und
Ankündigungen – was alles für den Geist des Kindes
nur zu oft die gleiche Bedeutung hat, wie eine giftige
Sumpfung oder verunreinigtes Quellwasser für den Leib
– was diese sonst auch in politischer Beziehung bringen,
wissen wir alle; wie politische oder auch geschäftliche
Gegner in allen Lagern da wegkommen, wissen wir alle.
Wenn man den offenen oder versteckten Haß und Eigen-
nutz und Neid aus all diesen Blättern destillieren könnte,
das würde ein ungeheures Quantum Fusel geben –
und diesen trinken zahllose Kinder!

Daher, christliche Eltern, haltet doch all diese Blätter
aller Farben fern von euern Kindern, auch wenn die-
selben 14, 15 Jahre alt geworden. Und wenn sie mit
20 Jahren noch keine Zeitung gelesen, so haben sie rein
nichts verloren. Aber das ist streng! Aber ist es nicht
so? – Aber das ist neu! Aber ist es nicht wahr? –
Aber die gute Presse! Aber für die Kinder gibt es
nur eine gute Presse: – Das Evangelium des gött-
lichen Kindes. Denn nur so wird Eigennutz und Haß
und Gefühlsduselei und Schwärmerei in ihren Herzen
erstickt und das Feuer der göttlichen Liebe, welche das
Christkindlein vom Himmel gebracht, in ihrer Seele zur
hellen Flamme angefacht. In dieser Liebe reifen sie
dann nicht bloß für die bürgerliche Gesellschaft heran,
sondern finden auch das Gedeihen für ihre geistige Ent-
wicklung.

Wir haben das Kind in seinem ersten Dasein, dann
in seiner Bestimmung für die Gesellschaft betrachtet: über-

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