Full text: Hug, Gallus J.: ¬Die christliche Familie im Kampfe gegen feindliche Mächte

natürlich und zum Theil ein gutes Zeichen. Warum?
Die Christusgläubigen Elemente außer der katholischen
Kirche, um nicht von der Strömung nach links mitgerissen
zu werden, sammeln sich. So bewahren sie wenigstens
das noch, was ihre Väter zur Zeit des Abfalles an
Wahrheit und Gnade aus den Schatzkammern der Kirche
mitgenommen haben. Das ist ein Lebenszeichen der un-
verwüstlich katholischen Natur der Menschenseele. So
werden viele Kinder noch gültig getauft und fliegen in
den Tagen ihrer Unschuld in den Himmel als Glieder des
geheimnißvollen Leibes Christi – der einen heiligen katho-
lischen Kirche. Denn wie nur ein Gott, so auch nur eine
Taufe, nur ein Christus, nur eine Kirche. Wer daher
immer gültig getauft ist, der ist und bleibt Katholik, so
lange er nicht die Kirche verläßt und so dem Unglauben
oder einer Sekte anheimfällt.

Aber wie lange darf man mit der Taufe der Neu-
gebornen zuwarten? Etwa Wochen und Monate? Da
könnte ich einfach auf den römischen Katechismus hin-
weisen. Dieser auf Befehl des hl. Papstes Pius V. her-
ausgegeben, lehrt nämlich, daß diejenigen, welche ihre
Kleinen länger als die Nothwendigkeit verlangt, der Tauf-
gnade entbehren lassen, sich einer schweren Sünde schuldig
machen. Also kein Vorwand, sondern nur die Nothwendig-
keit, aber eine wirkliche, kann die Verschiebung der Taufe
entschuldigen.

Allein um euch von der Influenza der rein bürger-
lichen Luftströmungen zu bewahren, wollen wir aus alter
Zeit einen glorreichen Martyrer und lichtvollen Lehrer,
wie der hl. Augustin ihn nennt, berathe und mit ihm ein
afrikanisches Concil von 66 Bischöfen. Wer ist dieser?
Der hl. Cyprian, Bischof von Carthago, gestorben als
Martyrer im Jahre 258.

Ein gewisser Priester, Fidus mit Namen, war damals

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