Full text: Führer zum Himmel

Verkehr dich immer wieder emporhebt,
wenn die Aergernisse der Welt wie ein
Bleigewicht dich nach unten ziehen, einen
Freund, der das im eisigen Hauch der
Welt erkaltete Herz immer wieder ent-
zündet, wenn er zu dir redet, einen Freund,
der dir süßen, inneren Trost gibt in herben
Stunden äußeren und inneren Leidens. –
Einen solchen Freund findest du in der
heiligen Kommunion, wenn du in Liebe
dich oftmals mit Jesus innig vereinst.

Du mußt öfter kommunizieren, denn du
bist Vater und willst doch, daß auch deine
Kinder all ihren Halt und all ihren Trost
in Jesus lebenslang finden. Nun, dann
laß sie dich recht oft an der Kommunion-
bank sehen. Das wirkt mehr als alle guten
Lehren. Dann sehen sie auch eher auf
deiner Stirn den Widerschein göttlicher
Autorität, dann nehmen sie lieber deine
Worte an, weil sie aus einem geheiligten
Herzen kommen.

Sage nicht: Die Kirche verlangt
doch nur die Osterkommunion
.
Gewiß, die Kirche verlangt nur sie in einem
strengen Gebot . Durch seine Erfüllung
jedoch tust du nur das, was streng ge-
fordert wird, allein du gehst nicht ein auf
den Wunsch des Herzens Jesu und der
heiligen Kirche, du machst deiner Mutter
keine Freude, zeigst dich nicht dankbar
gegenüber der unendlichen Liebe deines
Gottes, der sich dir in diesem Himmels-
brote geschenkt hat, du sorgst schlecht
für deine unsterbliche Seele
.
Stirbst du im Laufe des Jahres eines
plötzlichen Todes im Zustande der
Todsünde, dann kann die Osterkommunion
dir nicht helfen. Die monatliche Kom-
munion aber ist eines der zuverlässigsten
Mittel, dich vor der schweren Sünde und
der schweren Verletzung deiner Standes-
pflichten zu bewahren.

Sage auch nicht: Ich habe keine
Zeit
. Diese Ausrede ist nicht männlich
und ehrlich. Zeit hast du zu so mancher
Stunde im Wirtshaus und beim Vergnü-
gen, und kein Halbstündchen hast du mo-
natlich für die Beicht und Kommunion?
Wenn du Sonntagsmorgens nur eine
halbe Stunde Schlaf opfern wolltest oder
sonst deiner Bequemlichkeit eine Entsagung
aufzuerlegen dich entschließen könntest, du
hättest die schönste Zeit. Nicht Mangel an
Zeit und Gelegenheit ist es, die so manche
Männer von der Kommunionbank zurück-
hält, sondern es ist Mangel an lebendigem
Glauben, der selbst die schönste Blüte un-
serer Religion, die Kommunion, nicht
mehr wertet und schätzt; es ist Mangel an
Opfergeist und Mangel an innerer Frei-
heit, weil man mit einer Leidenschaft, mit
einer unchristlichen Anschauung über die

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