Full text: Führer zum Himmel

Sünden greifen bloß die sittlichen Güter
der Menschheit an, der Unglaube ver-
sündigt sich gegen Gott selbst. Durch
die meisten übrigen Sünden lehnt sich
der Mensch gegen dieses oder jenes gött-
liche Gebot auf; im Unglauben dagegen
widersetzt er sich allem, was Gott gesagt
hat, widersetzt sich ihm selbst. – Der
Unglaube entspringt nicht dem vernünf-
tigen Denken, denn die Vernunft führt zu
Gott. Die Wurzel des Unglaubens liegt
daher mehr im Willen. Bequemlichkeit
und Vernachlässigung der religiösen Pflich-
ten, Stolz und Wissensdünkel, Menschen-
furcht und lasterhaftes Leben sind meist
die Ursachen des Unglaubens. Weil der
Glaube Pflichten auferlegt, die den Lei-
denschaften zuwider sind, darum will man
nicht glauben. – Der Unglaube führt ins
zeitliche und ewige Unglück. Er verkehrt
die Wahrheit in Lüge, die Sittlichkeit in
Laster, die Ruhe in Unfrieden, die Ord-
nung in Auflösung aller Verhältnisse und
wirft den Menschen in die Nacht des
ewigen Todes. ‘„Wer nicht glaubt, wird
verdammt werden.“’
(Mark. 16, 16.) –
Schätze und liebe darum deinen heiligen
Glauben über alles. Sei sorgfältig be-
dacht, daß du nie daran Schiffbruch leidest.
Lebe so, daß du von Gott keine Strafe zu
fürchten, sondern nur Gutes zu hoffen hast,
so wird dir der Glaube nie schwer fallen.

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