Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

Das hl. Sakrament der Ehe. 
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besondere Standesgnade verleiht. Die Träger 
des Priesteramtes gehen vorüber, aber ihr 
Amt mit seiner höhern Macht und Gnade 
lebt fort in den neuen Trägern, auf welche 
es durch die Weihe übergeht. 
Diesem so erhabenen und überaus wich¬ 
tigen Priesterstande hat Christus den Ehestand 
insofern an die Seite gestellt, daß Er auch 
für ihn ein Sakrament zur Vermittlung einer 
besonderen Standesgnade eingesetzt hat. Hier 
ist die Quelle des natürlichen, dort des über¬ 
natürlichen Lebens. Herd und Altar, Priester¬ 
stand und Ehestand, beide verhalten sich wie 
Geburt und Wiedergeburt. Am häuslichen 
Herde wird der Mensch für das irdische Leben 
geboren, am Fuße des Altares wird der 
Christ als solcher für das ewige Leben wie¬ 
dergeboren. In der Erziehung sollen die 
Priester und die Eltern in demselben Geiste 
für denselben Zweck zusammenwirken. Das 
Ziel des Reiches Gottes könnte nicht erreicht 
werden, wenn nicht auch die Ehe, der häus¬ 
liche Herd die Erziehung demselben zustreben 
würden. Was vermöchte die Kirche ohne 
die Familie? Darum haben Ehe und Fa¬ 
milie schon von Anfang an in dem Plane 
des Reiches Gottes die ihnen gebührende 
Digtalsierungsvorlage: 
 
von 
Max Planck Institute for Human Developmer
	        
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