Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

oder alles zu verlieren; so lange ich atme, kann ich
die Entscheidung so oder so wenden, aber mit
dem Augenblicke des Todes hört jedes Schwan-
ken auf. Wie der Baum fällt, so bleibt er lie-
gen. – Was habe ich Wichtigeres zu thun, als
besorgt zu sein, daß diese unwiderrufliche Ent-
scheidung eine gute sei?

Wann und wie werde ich sterben ?

Ich weiß, daß dieser Augenblick, der über
mein Los in der Ewigkeit entscheidet, kommen
wird. Aber wann, vielleicht schneller, als ich es
denke. Das Urteil des Todes ist über mich gefällt,
der Vollzug kann jeden Augenblick stattfinden.
Wird sich der Tod vorher ankünden? – Werde
ich einige Tage oder wenigstens einige Stunden
haben, um mich auf diesen verhängnisvollen
Uebergang vorzubereiten? – Wird mein Tod
sanft oder gewaltsam sein? – Wird er allmäh-
lich herankommen oder mich gewaltsam überra-
schen? – Werde ich die Gnadenmittel der Re-
ligion empfangen können? – Werde ich die
Besinnung haben und noch meine Angelegen-
heiten ordnen können? – Auf alle diese Fra-
gen weiß ich keine Antwort und der Herr will
mir darüber keine Aufschlüsse geben. Er sagt
bloß: Wachet und seid bereit, denn ihr wisset
nicht, zu welcher Stunde der Herr kommen wird.

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