Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

Die Vaterpflichten. 
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einer kurzen Reise. Himmel und Hölle aber 
sind ewig, sie sind es auch für das Kind, 
welches dem Vater anvertraut ist, und wohin 
es kommt, da wird es ewig bleiben. Welche 
Blindheit eines Vaters, welches Verbrechen 
an dem Kinde, wenn der Vater alles auf¬ 
bietet, seinem Kinde eine angenehme Reise 
in die Ewigkeit zu verschaffen, aber sich nicht 
darum kümmert, ob die Reise zu einem guten 
oder schlimmen Ziele führt! Ein Vater, der an 
die Ewigkeit glaubt, und sein Kind lieb hat, 
muß den festen Entschluß im Herzen haben: 
Was es auch kosten mag, mein Kind soll 
nicht ewig unglücklich werden, ich will alles 
thun, damit es seine ewige Bestimmung nicht 
verfehlt, ich will sorgen, daß es nach diesem 
kurzen Leben in den Himmel kommt. 
So müßte ein christlicher Vater reden, 
wenn das ewige Heil und das zeitliche Glück 
des Kindes einander entgegenstehen würden. 
Er müßte unbedenklich das vergängliche Gut 
für das ewige zum Opfer bringen. Es er¬ 
giebt sich aber schon aus dem bisher Gesagten, 
daß ein solcher-Widerspruch nicht vorhan¬ 
den ist, daß im Gegenteil die Sorge für die 
Seele das erste Erfordernis für die irdische 
Wohlfahrt ist. Für die Erziehung gilt ganz 
Digitalisierungsvorlage: 
 
von 
Max Planck institute for Human Developmer
	        
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