Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

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Die Vaterpflichten. 
4. Vaterpflichten. (Fortsetzung. 
(Beweggründe derselben.) 
Alles, was den gewöhnlichen Christen 
antreiben soll, für seine Seele zu sorgen, 
gilt doppelt für die Eltern. Denn diese haben 
nicht bloß für ihr eigenes Heil zu sorgen. 
Wenn sie selber in den Himmel wollen, so 
müssen sie auch die Kinder für den Himmel 
erziehen. Die Liebe zu den Kindern und 
das Bewußtsein der eigenen Verantwortung 
bilden gleich starke Beweggründe für treue 
Erfüllung der Elternpflichten. 
Der Vater hat den natürlichen Wunsch, 
daß seine Kinder auf Erden Reichtum, Glück 
und Ansehen erlangen. Er darf und soll 
sich bemühen, ihnen zu dieser irdischen Glück¬ 
eligkeit zu verhelfen. Aber ist das alles? 
Ist das die Hauptsache? Wie lange dauert 
das, und was folgt nachher? Alles Irdische, 
Reichtum und Ehre auf der einen, Armut 
und Niedrigkeit auf der andern Seite ver¬ 
lieren ihre Bedeutung, sie verschwinden wie 
ein Nichts, wenn man sie mit der Ewig¬ 
keit zusammenhält. Alles Süße und Bittere 
auf Erden ist flüchtig und vergänglich, es 
gleicht den Erquickungen und Beschwerden 
Digitalisierungsvorlage: 
1 
von 
Max Planck Institute for Human Developme
	        
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