Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

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Die Vaterpflichten. 
Ohne Religiosität keine wahre Sittlich¬ 
keit, ohne Sittlichkeit keine irdische Wohl¬ 
fahrt, das ist ein Lebensgesetz, über welches 
man in der Erziehung niemals hinauskom- 
men kann, und dessen Verletzung sich immer 
selber straft. 
Das bisher Gesagte hat seine Geltung, 
wenn man nur auf die irdische Bestimmung 
des Menschen und auf die Bedingungen 
schaut, unter denen allein die Erziehung ihr 
irdisches Ziel erreichen kann. Schon hie¬ 
für erweisen sich Religion und Sittlichkeit 
als unentbehrlich. Ordnung, Friede, Glück 
und Zufriedenheit, die höchsten Güter dieses 
irdischen Lebens, können nicht bestehen ohne 
die Sittlichkeit, die auf Religiosität gegrün¬ 
det ist. Aber es liegt auf der Hand, daß 
die religiöse und sittliche Erziehung ihr eigent¬ 
liches Ziel über dieser sichtbaren Welt hat. 
Der Mensch ist für die Ewigkeit geschaffen, 
dort ist seine wahre Bestimmung, dort darum 
auch das eigentliche Ziel der Erziehung, 
dorther stammen auch die Beweggründe, 
welche christliche Eltern zur eifrigen Erfül¬ 
lung ihrer Pflichten nötigen. 
(„Zum Eingang und Kyrie" in der dritten Meßan¬ 
dacht. Seite 347.) 
talisierungsvorlage: 
en ene nene un eshn.
	        
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