Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

Menschen sind alle, aber Gott hat auch Barm-
herzigkeit für alle. Es ist ein Zeichen seiner
Barmherzigkeit, wenn Er der hereinbrechen-
den Nacht dunkle Schatten des Abends vor-
aussendet. Er will damit Sünder und Ge-
rechte mahnen, sich in Bereitschaft zu setzen,
mit großer Demut und eben so großem Ver-
trauen die Bitte an den Herrn zu richten:
‘„Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend
werden, und der Tag hat sich schon geneigt.“’

(Luk. 24, 29.)

Der gerechte Tobias lebte, nachdem er
wieder sehend geworden, noch zweiundvier-
zig Jahre in Freude und Furcht des Herrn,
und sah noch die Kinder seiner Enkel. Hun-
dert und zwei Jahre alt, schied er hin im
Frieden und in der Voraussicht, daß seine
Nachkommen in gutem Leben und heiligem
Wandel verharren werden. Nach einem trü-
ben Tage war das ein langer und heiterer
Lebensabend.

Kürzer, aber wenn möglich noch beseli-
gender, war er für die heilige Monika. Nach-
dem der heilige Augustin in Mailand an
Ostern die heilige Taufe empfangen hatte,
trat er mit seiner Mutter die Rückreise nach
Afrika an. An einem lieblichen Maiabend

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