Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

lichen Schritten fortreißen lassen. Die Wahl
des Standes ist häufig der Anlaß, bei dem
die vorausgegangene Erziehung ihre Probe
besteht, oder auch nicht besteht.

Die Standeswahl der Kinder ist so folgen-
reich für Zeit und Ewigkeit, daß die Eltern
dieselbe schon lange vorher zum Gegenstande
ihrer Sorgen und Gebete machen sollen. Die-
selbe muß einen der Zielpunkte bilden, der
bei der ganzen späteren Erziehung beständig
im Auge behalten wird.

Etwas anders verhält es sich, wenn nur
die Auswahl eines Berufes als Broterwerb in
Frage kommt. Da ist eine stärkere Beteiligung
bei der Wahl seitens der Eltern zulässig und
meistens auch notwendig. Zwar soll auch da das
Kind zu keinem Beruf genötigt werden, gegen
den es mit Widerwillen erfüllt ist. Seine freie
Zustimmung soll in keinem Falle fehlen. Im
übrigen aber fällt die Wahl meistens schon
in jenes Alter des Kindes, in dem seine
eigene Einsicht zu einer richtigen Wahl noch
nicht genügt.

Die Eltern müssen auf der einen Seite
die körperlichen und geistigen Anlagen des
Kindes berücksichtigen, auf der andern die
äußern Umstände des Vermögens, der Aus-

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