Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

Sein bisheriges Ideal war damit wie ein
Irrlicht erloschen, und dreizehn Jahre ging
er dem neuen nach, er forschte unablässig
nach Wahrheit und Seelenfrieden, er klopfte
oft am unrechten Orte an, aber mit Gottes
Gnade fand er endlich doch, was er so schmerz-
lich vermißte. Zur Belehrung für andere
beschrieb er seine langen Irrfahrten in seinen
Bekenntnissen. Auf der ersten Seite deutete
er sein neues Ideal, das ihn ewig beglücken
sollte, mit den Worten an: ‘„Unser Herz
ist unruhig, bis es ruhen wird in Dir, o
Gott!“’

Viele gehen in die Irre, wie Augustin,
aber wenige kehren zurück wie er. Darum
muß der christliche Vater beizeiten seinem
Sohne das wahre Ideal des Christen tief
einpflanzen, und sorgen, daß die falschen
keine Gewalt über ihn bekommen. Unser
Herz ist unruhig, bis es ruhen wird in Gott.
Gelingt es, den Jüngling für Religion und
Tugend, für Gott und den Himmel zu be-
geistern, so werden die Ideale, welche ihm
die Leidenschaften vorgaukeln, erbleichen
und ihren Reiz verlieren. Er hat einen sicheren
Kompaß für das Leben. Fehlt ihm aber
die Liebe und Begeisterung für das Höchste,

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