Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

Das Kind. 
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sind einst solche unschuldige Kinder gewesen. 
Was wird aus diesem Kinde werden? 
Noch ist alles zu hoffen, aber auch alles zu 
fürchten. An dem Tage, wo Kaiser Karl V. 
in Gent getauft wurde, machte der Hofnarr 
dem kaiserlichen Prinzen einen Obstkern zum 
Geschenke mit dem Spruche: 
„Ein Samenkorn in der Erden 
Dir, Wiegenkind, ist es gleich, 
Aus beiden kann noch was werden, 
Die Keime ruhen in euch." 
Aus dem Kinde wurde ein großer Herrscher 
und aus dem Kern ein großer Baum, den 
Karl besonders lieb hatte. 
Noch ist die Saat in dem kleinen Kinde 
nicht aufgegangen, und erst in der Folge 
wird man sehen, was als Weizen und was 
als Unkraut aufwächst. Ist diese Unge¬ 
wißheit, diese Möglichkeit eines schlimmen 
Ausganges nicht qualvoll für das Herz eines 
christlichen Vaters, einer christlichen Mutter? 
Wo kann es Hoffnung und Trost finden? 
Nächst Gott am meisten bei sich selber. Gott 
hat das zeitliche und ewige Los der Kinder zum 
großen, zum größten Teil in die Hände der 
Eltern gelegt. Durch eine gute christliche 
Erziehung wird das Heil des Kindes in der 
Digitalisierungsvorlage: 
 
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Max planck institute for Human Developme
	        
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