Full text: Egger, Augustinus: ¬Der christliche Vater in der modernen Welt

Eindruck auf den anderen bleibe. Anfäng-
lich wird es vielleicht als Vorwurf empfun-
den, aber es wird zum Nachdenken veran-
lassen und mit der Gnade Gottes wird die
Zeit nicht ausbleiben, wo es zur Nachfolge
antreibt und ermutiget.

Diese Mittel der Heiligung sind von Be-
deutung, wenn sie nur von einem Teile
angewendet werden. Immer noch gilt das
Wort des Apostels Paulus: ‘„Wie weißt du,
Weib, ob du den Mann nicht zum Heile
führen werdest? Oder wie weißt du, Mann,
ob du das Weib nicht zum Heile führen
werdest?“’
(I. Kor. 7, 16.) Kein Teil darf darum
ermüden in der Erbauung des andern, wenn
auch der Erfolg auf sich warten läßt. Um so
wirksamer aber wird die Erbauung selbstver-
ständlich sein, wenn sie eine gegenseitige ist,
wenn beide Teile von Glauben und Gottes-
furcht erfüllt sind. Wenn die Flammen
lebendigen Glaubens und heiligen Eifers
aus zwei Herzen auflodern und in eine
zusammenschlagen, so facht die eine die
andere an, und es ist nicht auffallend, wenn
sie einander Tag für Tag mehr heiligen,
und miteinander zu jener Höhe der Tugend
und Heiligkeit emporsteigen, die wir an

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