Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

lich viel für die Erhöhung des Weibes
aus seiner Erniedrigung gethan, aber
es konnte nicht verhindern, daß das
schwere Verhängnis, welches auf dem
Weibe lastet, immer noch nachwirkt.
Wie viele Thränen werden heute noch
von Frauen geweint über gefühllose
Härte, Untreue, Liederlichkeit, Pflicht-
vergessenheit, rohe Mißhandlung von
Seite ihrer Männer! Jeder Fehler des
Mannes ist ein Stachel, der seine Spitze
gegen seine Gefährtin wendet. So lange
nicht alle Männer heilig sind, so lange
wird es auch Gattinnen geben, die zu
leiden haben.

Der andere Teil des Strafurteils über
Eva lautet: In Schmerzen sollst du deine
Kinder gebären. (I. Mos. 3, 16.) In
diesem Hinweis auf die Schmerzen, durch
welche das Weib zur Mutter wird, sind
alle Leiden und Sorgen zusammenge-
faßt, welche überhaupt auf der Mutter
lasten. Die Androhung hat sich gleich
an der ersten Mutter in erschütternder

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