Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

Zunächst sei das der Fall in den Mut-
terfreuden. Auch die bloß natürlichen
Freuden der Mutter sind eine Quelle
stillen Glückes, eine der lieblichsten
Blüten, welche dieser armseligen Welt
entsprossen. Aber ihr Duft ist gefähr-
lich, er betäubt die Sinne und führt
zur blinden Liebe mit ihren unheilvol-
len Früchten, wenn nicht die natürliche
zur christlichen Liebe erhoben und ver-
klärt wird. Davon ist schon wiederholt
die Rede gewesen. Ich erinnere hier
nur an das Vorbild, welches jeder christ-
lichen Mutter vor der Seele schweben
soll. Sie freue sich über das, was an
ihrem Kinde dem göttlichen Kinde gleicht,
was ihm fehlt, suche sie ihm zu ver-
schaffen, und lasse sich durch die Liebe
von Fleisch und Blut nicht davon ab-
halten. Sie bitte die Mutter der schönen
Liebe um Bewahrung vor verblendeter
Liebe, um den Geist jener Liebe, die
von Gott stammt, die Gott wohlgefällig
ist und zu Gott führt.

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