Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

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Die Mutter und die Welt. 
wendig auf die Kinder übergehen und 
in ihnen seine Früchte tragen wird. 
Ganz anders ist und kommt es, wo 
der Geist Christi herrscht. Der junge 
Chrysostomus war durch glänzende Ga¬ 
ben vor allen seinen Altersgenossen aus- 
gezeichnet, und seine Mutter Anthusa 
mochte sich dessen freuen. Aber sie hielt 
an dem Satze fest: Dieses Kind soll 
ein Heiliger werden. Ihre erste Sorge 
galt seiner unsterblichen Seele. So 
wenig wie ihre Reichtümer verblendeten 
sie die vielversprechenden Anlagen ihres 
Sohnes. Diese ihre Gesinnungen gingen 
als kostbarster Teil der Erbschaft auf 
den Sohn über, haben seinen Blick über 
vergängliche Dinge erhoben, sein Herz 
mitten unter heidnischen Lehrern und 
Mitschülern fromm und rein erhalten 
und ihn wirklich zum Heiligen gemacht. 
Die heilige Blanka hat ihren Sohn 
Ludwig bei manchen Anlässen mit kö- 
niglichem Schmucke bekleidet. Aber ihre 
Seele verlor sich nicht in diese glänzen¬ 
E 
 
Digitalisierungsvorlage: 
Bibliothek des Bischöflichen Priestersem 
Max Planck institute for Human Developme 
Trier
	        
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