Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

300 Die Mutter und die Welt. 
der andern Seite muß sie Glauben und 
Gottesfurcht so sorgfältig in demselben 
pflegen, daß sie recht tiefe Wurzeln 
fassen, daß sie mit dem Kinde wachsen 
und erstarken, daß sie, wenn die Welt 
dem Kinde naht, sich stärker erweisen 
als die Welt. Die Lockungen der Welt 
und die nicht minder gefährliche Men¬ 
schenfurcht müssen durch die voraus¬ 
gehende religiöse Erziehung schon über¬ 
wunden sein, bevor sie das Kind aus 
die Probe stellen. Geschieht das nicht, 
so wird der junge Christ keine Selb¬ 
ständigkeit haben, ein Spielball sein in 
den Händen seiner Umgebung, und 
wenn diese eine schlechte ist, bald er¬ 
liegen. 
3. Es ist vielleicht am schwersten, 
in jenen Dingen den Einfluß der Welt 
fernzuhalten, in welchem man der Welt 
bis zu einem gewissen Punkt nachge¬ 
ben kann und selbst muß. Die Mode 
und die Genußsucht sind zwei der läng¬ 
sten und stärksten Fangarme, welche die 
E 
Digitalisierungsvorlage: 
Bibliothek des Bischöflichen Priestersem 
Max Planck institute for Human Developme 
Trier
	        
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