Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

dere thun sieht, will es nachahmen,
das Mädchen die Arbeiten der Mut-
ter, der Knabe die Verrichtungen der
Fuhrleute, Reiter, Soldaten, Hand-
werker, mitunter auch der Pfarrer. Wir
nennen das ein Spiel, aber für das Kind
ist es eine Art Arbeit, an der seine Seele
lebhafteren Anteil nimmt, als der Geist
des Erwachsenen an seiner Handarbeit.

Als ich Kind war, sagt der hl.
Paulus, dachte ich wie ein Kind. Wer
erziehen will, muß dieses Denken des
Kindes zu verstehen und zu behandeln
wissen, auch beim Spiele. Das Spie-
len ist für das Kind ein Bedürfnis
und darum lasse man es spielen. Ein
gesundes Kind kann nur ruhig sein,
wenn es schläft. Auch schreibe man
ihm keine Spiele vor, man kann ihm
solche zur Auswahl bereit halten, aber
gestatte ihm, seinem innern Zuge zu
folgen. Hier solle das Kind frei sein,
zum Gehorchen gibt es sonst noch Zeit
und Anlässe genug.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer