Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

216 Die Hausfrau und Hausmutter. 
Unordnung verkürzt ihn. Niemand im 
Hause soll die Zeit unnütz verlieren, 
und sie soll am meisten mit derselben 
geizen. Für ihre geschwätzigen Nach¬ 
barinnen hat sie recht freundliche, da¬ 
für um so kürzere Worte. Wer den un¬ 
nützen Gebrauch der Zunge einstellt, 
gewinnt viel Zeit für die nützliche Be¬ 
wegung der Hände und Füße. 
Wenn sie selber alles gut versteht, 
zuerst und zuletzt selber arbeitet und 
sorgfältig alles überwacht, dann wird 
sie von selbst zur Seele und zur Herrin 
des Hauses, die den ganzen Haushalt 
regiert. Alle Untergebenen sind gleich¬ 
sam nur ihre Hände, durch welche sie 
arbeitet, und diese fühlen nicht einmal 
einen Druck unter ihr, weil ihr Ver¬ 
ständnis von allem und ihr Beispiel 
und die Billigkeit ihrer Forderungen 
die Untergebenen mit dem pünktlichen 
Regiment aussöhnen. Wo der Haus- 
halt so geordnet ist, wird auch „auf sie 
vertrauen ihres Mannes Herz: Denn 
 
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Digitalisierungsvorlage: 
Bibliothek des Bischöflichen Prie 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
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