Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

Die Hausfrau und Hausmutter. 215 
eine unermüdliche Thätigkeit. Sie soll 
die erste und die letzte bei der Arbeit 
sein und keine Arbeit verschmähen. 
Noch in der Nacht soll ihre Lampe bren¬ 
nen, und in aller Frühe ist sie wieder 
da, den Hausgenossen Speise zu berei¬ 
ten. Immer ist ihre Hand beschäftigt, 
sei es mit wichtigen Dingen, sei es auch 
nur mit der Spindel. Sie ißt ihr Brot 
nicht müßig. Das dritte Erfordernis ist 
die Achtsamkeit auf alles. „Sie hat acht 
auf den Wandel ihres Hauses". Jeder 
Gegenstand im Hause habe seinen be¬ 
stimmten Ort, und immer muß die 
Hausfrau wissen, wo jede Sache ist. 
Jeder Dienstbote und Hausgenosse habe 
seine bestimmte Arbeit, welche die Haus¬ 
frau abmißt, damit sie weder zu viel 
noch zu wenig sei. Das Leben im Hause 
bewege sich nach einer bestimmten Ta¬ 
gesordnung und die Hausfrau sei die 
erste, die sich darnach richtet, sie soll in 
ihrer Genauigkeit einer lebendigen Uhr 
gleichen. Ordnung verlängert den Tag, 
 
 
Digitalisierungsvorlage: 
Bibliothek des Bischöflichen Pr 
Max Planck nstitute for kluman Developme
	        
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