Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

Gatte und Gattin; Vater und Mutter. 211 
lange eine unglückliche Mutter an der 
Hoffnung festhaltet, trotz allen Schwierig- 
keiten ihr Ziel zu erreichen, so lange 
hat sie auch Mut und Kraft zur Er¬ 
füllung ihrer Pflichten. Erst wenn sie 
die Hoffnung aufgibt, bricht sie mut¬ 
und kraftlos zusammen. Die Hoffnung 
hat aber auch Macht über das Herz 
des himmlischen Vaters. Gott kann 
gemäß seinen Verheißungen denjenigen 
nicht verlassen, der auf Ihn hofft, und 
je stärker seine Hoffnung ist, desto mehr 
wird Er ihm nahe sein. Drum, o 
christliche Mutter, lasse dich nicht be¬ 
irren durch die schwierige Lage, bete 
und arbeite, erfülle deine Pflichten so, 
als ob das Heil deiner Kinder nur 
von dir abhänge, und bete und ver¬ 
traue, als ob Gott alles thun müsse. 
Dann darfst auch du getrost mit dem 
Apostel Paulus sagen: Ich vermag 
alles in dem, der mich stärkt. (Phil. 4, 
13.) Wer auf den Herrn hofft, wird 
ewig nicht zu Schanden werden. 
E 
E 
Digitalisierungsvorlage: 
Bibliothek des 
isc 
Max Planck nstitute for kluman Developme
	        
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