Full text: Egger, Augustinus: ¬Die christliche Mutter

schung, wenn man sie zu hoch anschlägt.
Die wenigsten bekommen, was sie hoffen
und anstreben, und die, welche es be-
kommen, werden nicht satt, weil ihr
Herz für Höheres geschaffen ist, und
würden sie glücklich, so dauerte das
nur einen Augenblick; denn wenn die-
ses scheinbare Glück nicht vorher wie-
der dahinschwindet, so wird ihm nach
kurzer Zeit der Tod unfehlbar ein
Ende machen. So steht es mit den ir-
dischen Hoffnungen der Glücklichen. Die
anderen, d.h. die große Mehrzahl der
Menschen, haben nichts von ihren ir-
dischen Erwartungen und Wünschen,
als daß sie ihre bedrängte Lage nur
um so mehr fühlen. Die irdischen
Güter und Freuden gleichen so einem
Gastmahle, bei welchem die einen zu-
schauen und hungern, die andern essen
und nicht satt werden. Es ist darum
eine eitle Selbstplage, wenn man sich
allzusehr in irdische Hoffnungen und
Bestrebungen verliert. Oder was hat

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