Full text: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

licher, d. i. ein guter Vater zu sein. Wer könnte
zweifeln, daß das schon um des Beispiels willen
h. Pflicht für dich sei. Auch für die Kinder liegt
eine Bedingung ihres Heiles darin, daß sie früh es
lernen und gewöhnt werden, den Sonntag nach Got-
tes h. Willen zu feiern. Werden sie es, wenn sie
sehen, wie leicht es der Vater mit dem Sonntage
nimmt? Doch das wollten wir nur nebenbei er-
wähnen. Hier handelt es sich um die würdige Sonn-
tagsfeier nur in so fern, als sie ein Mittel, eines
der wesentlichsten Mittel für den Vater ist, um im
rechten christlichen Geiste zu bestehen und zu gedeihen.
O, in der That, darin allein schon, daß ein Vater
den Sonntag nach Gottes Willen und Anordnung
hält, liegt eine in hohem Grade sichere Bürgschaft
dafür, daß er ein wahrhaft christlicher, d. i. guter
Vater an seinen Kindern sein und eine wahrhaft christ-
liche Erziehung ihnen angedeihen lassen werde.

Also wiederum heilige Regel sei's: Am Sonn-
tag ruhet jegliche Arbeit, jegliches Geschäft, so nicht
die Noth gebietet! ‘„Er ist der Ruhetag des Herrn,“’
spricht Gott, ‘„an ihm sollst du kein Geschäft thun.“’
– Heilige Erbauung zu finden und neue Anregung
und Erweckung und Gnade zum Guten und so wie-
der gerüstet zu werden und tüchtig für das große
Geschäft der Heilswirkung, das sei es, was am Sonn-
tage über Alles am Herzen liege. Daher treue an-
dächtige Anwohnung der h. Messe, Anhörung des
göttlichen Wortes, Betheiligung an den kirchlichen
Gottesdiensten, erbauliche Lesung und Uebung, so viel
es die Umstände immer gestatten. Und darf und soll
daneben auch die Erholung und das Vergnügen Platz

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