Full text: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

heißt es eben daselbst 30, 13, nämlich in allem
Guten, ‘„und gib dir Mühe mit ihm, auf daß du
nicht den Kummer habest, seine Schande zu sehen“’

(d. i. sonst wird er entarten zu deinem Kummer).
Und 41, 8-9: ‘„Die Kinder der Sünder werden
Kinder des Gräuels und ihre Erbschaft vergeht.“’

‘„Freue dich nicht über gottlose Kinder“’ (so
viele Vorzüge sie auch sonst haben) ‘„habe deine
Lust nicht an ihnen, wenn keine Gottesfurcht in
ihnen ist: ein Kind der Gottesfurcht ist besser, als
tausend andere. Besser ist kinderlos sterben, als
gottlose Kinder hinterlassen.“’
Jesu Sirach 16,
1, 3, 4. – Und 22, 3: ‘„Ein ungezogener Sohn
gereicht dem Vater“’
(und der Mutter) ‘„zur
Schande; eine verständige Tochter ist ein Erbtheil
für ihren Mann.“’

6) Mit großem Nachdrucke warnt die h. Schrift
vor jener aus unzeitiger Liebe oder Gleichgültigkeit
erwachsenden schädlichen Nachgiebigkeit, welche den
Kindern in Allem ihren Willen lässet: ‘„Verzär-
tele deinen Sohn, so wirst du dich vor ihm zu
fürchten haben; spiele mit ihm“’
(d.h. lasse es an
dem rechten Ernste der Erziehung fehlen) ‘„so wird
er dich betrüben.“’
Jesu Sirach 30, 9.

7) Früh soll man damit beginnen, die Fehler
und Unebenheiten der Kinder zu zügeln und zu
beseitigen; so Jesu Sirach 30, 8, 11, 12: ‘„Ein
nicht gezähmtes Pferd wird unlenksam; so wird
auch ein Sohn, dem man seinen Willen lässet,
widerspänstig.“’
‘„Lasse ihm nicht seinen Willen
in seiner Jugend und sei nicht gleichgültig ge-
gen seine“’
(verkehrten) ‘„Gesinnungen.“’ ‘„ In
der Jugend beuge seinen Nacken und schmeidige
seine Lenden, so lang er ein Kind ist; wo nicht,
so wird er hartnäckig und nicht auf dich achten;
und du wirst Seelenkummer von ihm haben.“’
-
Und 7, 25: ‘„Hast du Söhne, so unterweise und
beuge sie von Jugend an; hast du Töchter,
so hab' Sorge, daß sie ihren Leib rein bewahren
und zeige kein“’
(ausgelassen) ‘„lachendes Gesicht
vor ihnen.“’

8) Auch der wohlgeordneten strengen Zucht
redet die h. Schrift das Wort: So Jesu Sirach
39, 1: ‘„Wer seinen Sohn liebt, hält ihn be-
ständig in Zucht (unter der Ruthe), daß er schließ-
lich Freude an ihm erlebe.“’
Und Sprichwörter
13, 24: ‘„Wer die Ruthe spart, hasset seinen
Sohn; wer ihn aber lieb hat, hält ihn beständig
in Zucht;“’
– 19, 18: ‘„Züchtige deinen Sohn,
damit du nicht die Hoffnung“’
(auf ihn) ‘„ver-
lierest;“’
– 29, 15: ‘„Ruthe und Strafe machen
weise; der Knabe aber, dem sein Wille gelassen
wird, macht seiner Mutter Schande.“’

9) Daran schließt sich dann die Ermahnung,
nicht in Zorn und Aufgeregtheit zu strafen: ‘„Und
ihr Väter, reizet euere Kinder nicht zu Zorn“’

(durch Zorn und Aufregung), ‘„erziehet sie in der
Lehre und Zucht des Herrn.“’
Eph. 6, 4. – ‘„Ihr
Väter reizet euere Kinder nicht“’
(ohne Noth)
‘„zu Unwillen, daß sie nicht kleinmüthig werden.“’
Colos. 3, 21.

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