Full text: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

gewöhnlichen Art, sondern in gewisser feierlicher
Weise geschehe? Wird nicht, wenn sie das Haus
dessen, der sie mit Wohlthaten und Gnaden über-
häuft hat, nun wieder betritt, der Dank gegen Ihn
mit erneuerter vermehrter Innigkeit in ihrem Herzen
sich regen? Wird sie diesen Dank im Hause des
Herrn nicht aus der ganzen Innigkeit ihrer Seele
aussprechen? Wird nicht das Bewußtsein ihrer
Mutterwürde und Mutterpflicht lebendiger sich er-
heben und auffordern, hier, an den Stufen des
Altares, vor dem Angesichte des Herrn das heilige
Gelöbniß niederzulegen, alle Obliegenheiten ihres
Mutterberufs fortan gewissenhaft und treu erfüllen
zu wollen? Und wie nahe liegt's, daß sie hier an
heiliger Stätte mit erneuerter und vermehrter
Innigkeit und Zuversicht den Liebling ihres Herzens
dem Herrn und Seiner heiligen Mutter empfehle
und den Segen der göttlichen Gnade herabflehe
über sich und über ihren Mutterberuf und über
Alles, was sie fortan im schwierigen Werke der
Erziehung zu thun habe.

Lauter Fassungen und Uebungen, welche sich bei
einer wahrhaft christlichen Mutter, wenn sie nun
ihren ersten Kirchengang macht, so fast ganz
von selbst ergeben. Aber unsere h. Kirche, die
so gern in allen Angelegenheiten des höhern Lebens
ihren Kindern beispringt, um als die erleuchtete
und vom Herrn hochbegnadigte Mutter ihre
frommen Uebungen zu unterstützen und zu fördern,
sie hat auch die christliche Mutter in der gedachten
geweiheten Stunde ihres Lebens nicht allein lassen
wollen; sie gesellet sich in der Person ihres Dieners

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