Full text: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

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Ich bin nicht im Stande, die Pflichten desselben 
zu Deinem Wohlgefallen und zum Heile meiner Kin¬ 
der zu erfüllen, wenn Du mir nicht hilfst. Du hast 
mir Deinen Gnadenbeistand zugesichert im h. Sakra¬ 
mente der Ehe. Wäre ich nur desselben würdiger! 
Ach, Herr, ich erkenne meine Unwürdigkeit und daß 
ich Deiner Gnaden nicht werth bin. Darum komme 
ich zum Altare Deines göttlichen Sohnes, um im 
pflichten, oder für seine Kinder bedarf, desto mehr sollte 
es sich ihm nahe legen, oft, immer von Neuem zum h. Me߬ 
opfer seine Zuflucht zu nehmen. Da steht er, mag er für 
sich und seine Kinder nun für empfangene Gnaden und 
Wohlthaten zu danken oder um neue zu flehen haben, nicht 
allein vor dem Herrn, wegen seiner Armseligkeit und 
Unwürdigkeit nur zu sehr in Gefahr, nicht in Gnaden an¬ 
gesehen zu werden; da tritt, wenn er mit Glauben und 
Vertrauen nahet, Jesus für ihn ein und zwar durch Sein 
h. Opfer, um es als Dank- und Bittopfer für ihn und 
seine Kinder dem Vater zu weihen, wie er denn selbst Sein 
heil. Opfer nehmen und es dem Himmel darbieten mag. 
Möchten das 
O welcher Segen für Väter und Kinder! — 
alle Väter recht würdigen! — Wie schön, wenn der Vater 
zuweilen, recht oft, einer h. Messe beiwohnte, in der Mei¬ 
nung, dadurch die Gnaden für sich zu erlangen, welche er 
für die gute Erziehung seiner Kinder nothwendig hat; oder 
ein anderes Mal in der Meinung, daß Gott Alles, was 
er und mit ihm die Mutter, die Geistlichen, die Lehrer und 
Lehrerinnen an den Kindern thun, segnen und wirksam 
machen wolle; oder wieder ein anderes Mal, um die Kin¬ 
der in die Gnade des Herrn, in Seinen Schutz, in Seine 
Hülfe zu empfehlen; oder auch, um für dieses oder jenes 
Kind, welches wegen eines Fehlers, den es an sich hat, 
wegen einer wichtigen Handlung (es kommt in die Schule, 
es geht zur h. Beicht, es bereitet sich zu seiner ersten heil. 
Communion, es hat das elterliche Haus zu verlassen u. s. w.) 
oder sonst einer besondern Gnade bedarf, dieselbe vom Herrn 
zu erslehen. Gewiß, das würde dem Herrn hoch genehm 
sein, das würde Seinen liebevollen Absichten so ganz ent¬ 
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