Volltext: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

mit der Hoffnung, der gedachte Mann werde durch
den Einfluß ihrer braven Tochter zu bessern Gesin-
nungen und auf geordnetere Wege zurückgeführt wer-
den. Aber ach, wie leicht wird die Hoffnung zu
Schanden! Wie leicht wird die Tochter, anstatt den
Mann zu sich herüberzuziehen, vielmehr durch ihn
und durch die Einwirkungen, welche sie von dem
täglichen vertrauten Verkehre mit ihm erfährt, nach
und nach zu ihm hinübergezogen, um schließlich
sammt den Kindern mit ihm zu Grunde zu gehen.
Es ist unmöglich, daß ein einsichtiger und wahr-
haft christlicher Vater seine Einwilligung zu
solcher Heirath gebe; und lägen auch im Uebrigen
die glänzendsten Bedingungen vor; er wird die Seele
und das wahre Glück seines Kindes nicht an solche
zeitliche Vortheile verschachern.

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