Full text: Cramer, Wilhelm: ¬Der christliche Vater wie er sein und was er thun soll

Der Vatername. 
„Vater" — eines der ersten Worte, welche vom 
kindlichen Munde gelallt werden, gewissermaßen die 
Erstlinge der kostbaren Gabe der Sprache zur Ehre 
dessen, dem Dasein und die Sprache zu verdanken, 
des Vaters im Himmel und auch des irdischen 
Vaters. 
Vater — welch ein ehrwürdiger Name! Von 
Ewigkeit her wurde er genannt, zum Ausdruck des 
geheimnißvollen Verhältnisses zwischen den beiden er¬ 
sten Personen der Gottheit. Als aber Gott die 
Menschen in's Dasein gerufen, da redeten sie Ihn 
an mit dem Namen „Vater!"; Er war es, Er hatte 
sie zu Seinen Kindern gemacht und als Seine Kin¬ 
der mit den höchsten, mit wahrhaft göttlichen Gaben 
sie ausgestattet. 
Und als durch die Sünde dieser höchste Vorzug 
der Kindschaft Gottes ihnen abhanden gekommen war 
und nun Gott selbst in der zweiten Person der Gott¬ 
heit auf die Erde herniederkam, um ihnen das ver¬ 
lorene Heil wieder zu bringen, da war eben die 
Wiederherstellung jenes gnadenvollen Verhältnisses der 
Kindschaft Gottes die kostbare Frucht des Lebens 
und Wirkens, Leidens und Sterbens des Erlösers: 
„So Viele an ihn glaubten, denen gab Er Macht, 
Kinder Gottes zu werden." Gott war und ist 
wieder im Vollsinne des Wortes „Vater" aller der¬ 
jenigen, welche in der h. Kirche wiedergeboren sind 
zu Kindern Gottes. 
Digitalisierungsvorlage: 
 
L 
Der 
Max planck institute for Human Developmer 
abo
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer