Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

hinaustreten in's Leben und dort warten zahl-lose Kämpfe auf dasselbe. Dann wird es überaus traurig bestellt sein um das Kind, wenn es nie zur Selbstüberwindung angehalten worden ist; es muß in den Versuchungen und Stürmen elend zu Grunde gehen. Ein Schiff ohne Steuermann wird auf dem Meere reget- und ziellos einherfahren, wird von den Stürmen hin und her getrieben werden, bis es endlich an einer Felsklippe zerschellt. Das ist ein Bild, wie es dem Menschen ergeht, der in der Jugend nicht gelernt hat, sich selbst zu über¬winden, an seine Launen und Wünsche die kräftige Hand des Steuermannes zu legen, um sie entschie¬den zu überwinden.

Darum dürfen, wie schon gesagt, Eltern ihren Kindern, nicht all' ihre Launen und Wünsche er¬füllen; sie müssen darauf bestehen, daß die Kinder ihren Befehlen — sie dürfen natürlich nichts Uner¬laubtes befehlen — willigen und pünktlichen Gehor¬sam leisten. Wollen die Kinder nicht gehorchen, dann müssen die Eltern strafen; sie dürfen nicht vor dem Gebrauche der Zuchtruthe zurückschrecken. Sie sollen gewiß keine Tyrannen ihrer Kinder sein. Gott bewahre! Sie sollen vielmehr ihre Kinder von Herzen lieben, und die Kinder sollen auch wissen, daß die Eltern sie lieben. Aber diese Liebe darf keine blinde und lahme sein, darf die Eltern nicht

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