Volltext: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

dann genügt oft schon ein liebevoller Blick aus dem Auge des unschuldigen Kindes oder ein zärtliches Wort von seinen Lippen, um diese finstere Wolke zu verscheuchen und die Eltern wieder freudig und muthig zu stimmen. Solche Kinder sind der helle Sonnenschein des Hauses, der selbst die arme Hütte zum reichen Palast macht, in dem glückliche Menschen wohnen.

Erziehen die Eltern ihre Kinder mit großem Eifer fromm und christlich, dann werden sie dadurch sich selbst gegenseitig theuerer; sie ge-winnen dadurch an Liebe zu einander. Ihre Gedanken und Wünsche begegnen sich ja in der ge-meinschaftlichen Sorge für die geliebten Kinder. Diese gemeinschaftliche Sorge aber schlingt das Vand der Liebe und Eintracht um die Herzen der Eltern selbst fester und enger. Dasselbe geschieht auch durch die gemeinschaftliche Freude, welche solche Eltern an ihren Kindern haben. Daher denn die allgemeine Erfahrung, daß in Familien, welche brave Kinder besitzen, die Eheleute mit den Jahren nicht gleich-giltiger und kälter gegen einander werden, sondern daß sie sich immer mehr hochachten und darum auch mehr lieben.

Erziehen die Eltern ihre Kinder gut und christ¬lich, so werden sie dadurch auch selbst in der Tugend mehr und mehr befestigt. Nirgends

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