Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

3. Die Eheleute haben die strenge, heilige Pflicht, ihre Kinder zu guten, braven Christen zu erziehen. Das ist aber eine schwierige Aufgabe, weil im Her¬ zen des Kindes manche Keime des Bösen sich zeigen, die nur mühsam ausgerottet werden, und die, wenn man sie nicht beachtet und bekämpft, immer mehr wachsen und das Kind mit der Zeit in große sitt¬ liche Gefahren bringen können. Die gute Erziehung ist an und für sich schon eine schwierige Sache, sie ist es aber besonders in unserer Zeit, wo so viele Grundsätze, Gewohnheiten und Gefahren derselben hinderlich im Wege stehen.

4. Endlich sollen auch die Eheleute in ange¬ messener Weise Sorge tragen für ihr und ihrer Kinder zeitliches Fortkommen, für den Wohlstand ihres Hauses. Diese Pflicht verlangt von vielen, ja den allermeisten Eheleuten, daß sie steißig vom frühen Morgen bis zum späten Abende arbeiten, daß sie sparsam und häuslich, daß sie nüchtern und mäßig sind, daß sie sich in manchen Dingen ein¬ schränken und Opfer bringen. Nach diesen kurzen Andeutungen dürfte es wohl klar sein, daß der Ehestand ein ernster und schwieriger Stand ist. Und doch haben wir nicht einmal gesprochen von dem vielen Leid und Kreuz, wovon manche Eheleute schwer und lange heimgesucht werden, so

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