Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

Gefahren überall für unsere theuere, theuere Jugend! Wahrhaftig, wir haben alle Ursache, dieselbe zu Maria hinzuführen und sie ihrem mächtigen Schütze zu empfehlen.

2. Endlich kann die Jugend noch in Bezug auf eine andere Tugend, die Temuth nämlich, durch eine große Andacht zu Maria viel gewinnen. Demuth und Bescheidenheit schmücken und ehren einen jeden Menschen. Temuth ziert selbst den größten Gelehrten, der die Welt durch sein Wissen und Genie in Staunen setzt; vereinigt sich bei ihm mit einer großartigen Wissenschaft eine tiefe Demuth, so wird ihm nicht bloß Ehre, sondern auch überall, wo er erscheint, Liebe und Begeisterung zu Theil. Demuth ziert selbst den Hochgestellten, der schon viel, sehr viel in seiner Stellung geleistet hat, selbst den König, der eine Krone auf dem Haupte trägt. Sind diese de- müthig und in angemessener Weise herablassend, so erobern sie sich die Herzen ihrer Untergebenen; sie werden im besten Sinne des Wortes populär, volks- thümlich. Sollen demnach solche Männer noch de- müthig sein, um wie viel mehr geziemt dann Temuth und Bescheidenheit der Jugend. Kaiser Karl V. war sich in seiner Jugend seiner Mängel und Un¬ vollkommenheiten wohl bewußt; darum wählte er sich zum Wahlspruch seines Wappenschildes das Wort: ‘"Nondum"’ , ‘„Noch nicht."’ Erst später in seinem

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