Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

Gefolge in das Herz des Menschen eingezogen ist? Dann achtet man oft genug nicht mehr auf die Thränen, die man den Äugen seiner theuersten An-gehörigen entlockt, nicht mehr auf die tiefen Wunden, die man ihrem Herzen schlägt, nicht auf den tödt-lichen Kummer, den man einer Mutter bereitet, die man früher zärtlich geliebt und auf den Händen getragen hat.

Eine reine, unschuldige Jugend hat endlich jene Eigenschaften, welche ihr am sichersten eine gute Zu¬kunft vorbereiten. Sie liebt Gott und dient ihm treu. Sie erfüllt gewissenhaft das vierte Gebot und verdient sich dadurch den Segen des Himmels für ihr späteres Leben. Sie kommt mit Freuden ihren Berufsarbeiten nach und gewöhnt sich an geregelte Thätigkeit; sie geht ernst zu Werke bei ihrer Be-rufswahl und läßt bei derselben sich nicht von blin-der Leidenschaft bestimmen. Ein großer Segen für die ganze Gesellschaft ist darum eine tugendhafte, sittenreine Jugend. Welch' ein Verderben dagegen, welch' eine reiche Quelle des Fluches ist eine unkeusche, eine verkommene Jugend! Ist die Jugend von diesem unheilvollen Laster erfaßt, dann muß die Gesellschaft nothwendig einer immer wachsenden sittlichen Iäul-niß anheimfallen, muß aus dem Leben eines Volles immer mehr alle sittliche Größe, alles wahrhaft Gute schwinden, um den Leidenschaften und bodenloser Ver-

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