Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

in mancher Beziehung waren, jetzt so ganz verschieden leben und wirken? Es ist daher gekommen, daß. beide in ihrer Jugendzeit eine verschiedene Rich¬tung eingeschlagen und darum eine ganz verschiedene Grundlage für ihre Zukunft gelegt haben. Der Eine kämpfte gegen seine bösen Neigungen, der Andere be¬friedigte sie; der Eine mied die Gefahren und bösen Gelegenheiten, der Andere suchte sie geradezu auf; der Eine empfing oft die heiligen Sakramente und war gewissenhaft in Erfüllung der Kirchengebote, der Andere machte sich darüber lustig; der Eine arbeitete fleißig und lernte etwas Tüchtiges, der Andere lebte nur den Vergnügen. Auf diese Weise haben sich Beide selbst eine ganz verschiedene Zukunft vorbereitet. Wie man in der Jugend beschaffen ist, so ist man es auch gewöhnlich im späteren Leben. Gediegene Tugend, Liebe zur ernsten Thätigkeit, überhaupt eine gute Lebensrichtung kann sich der Mensch nicht über Nacht ohne Mühe und Anstrengung aneignen; das ist eine Sache langer Uebung und eifrigen Ringens.

Wenn der junge Mensch sich kampflos seinen bösen Neigungen überlassen, die Jugendjahre, wie man unwahr sagt, recht genießen und die Rosen, wo sie ihm nur winken, pflücken will, dann werden seine Begierden mit der Zeit immer mächtiger, werden ihn zu ihrem. Sclaven machen und ihn auf Bahnen führen, wo er fast mit jedem Schritt und Tritt

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