Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

die Herrschaft, Treue, Fleiß und Freudigkeit in ihrem Berufe, Bescheidenheit und Sittsamkeit in ihrem ganzen Wandel. Wenn nun Dienstboten oft zum Tische des Herrn hinzutreten und die heilige Communion mit lebendigem Glauben und frommer Andacht empfangen, dann vereinigen sie sich ja in der innigsten und gnadenreichsten Weise mit dem göttlichen Heilande, mit Jesus, der auch bis zum dreißigsten Jahre im stillen Hause zu Nazareth nur geringe, anstrengende Arbeit verrichtet und ein Leben des pünktlichsten und vollkommensten Gehorsams ge¬führt, mit Jesus, der freiwillig und aus Liebe zu uns Menschen die Armuth und Niedrigkeit und Ent¬behrung für sich gewählt hat. Wird diese Ver¬einigung mit Jesus die Dienstboten nicht zufriedener mit ihrem harten und schweren Berufe machen? Werden sie nicht den Gehorsam und die Arbeit vom göttlichen Heilande mehr lieben lernen? Werden sie nicht oft zu ihm beten: ‘„O mein theuerster Jesus, stärke mich mit deiner Gnade, daß ich immer treuer meine Pflichten erfülle; gib, daß ich dir stets ähn¬licher werde, daß ich von dir erlerne jenen freudigen, vollkommenen Gehorsam, der dir so wohlgefällig ist, jene willige Arbeitsamkeit, durch die ich mir so viele Verdienste für die Ewigkeit erwerben kann?"’ Ein solches Gebet kann nicht ohne Wirkung bleiben; der göttliche Heiland wird es erhören und segnen.

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