Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

len; sie würde sich bemühen, in heiligem Ernste auf diesen Stand sich christlich vorzubereiten, um mit dem Segen des Himmels in denselben einzutreten. Wenn all' unsere Eheleute so recht tief überzeugt wären von der Heiligkeit ihres Standes, wie ganz anders würde dann bald manches Ehe- und Fa-milienleben beschaffen sein! Dann würde die Ehe für Viele bald nicht mehr der Schleier sein, der ihre sündhaften Unordnungen zudecken soll; sie wür¬den dieselbe nicht mißbrauchen und so nicht dem Staate Bürger,- der Kirche Kinder und dem Him¬mel Auserwählte rauben, indem sie unmittelbar in die Rechte Gottes eingreifen und ihm Geschöpfe streitig machen, die seine Allmacht in's Dasein rufen und seine Liebe selig machen wollte! Sie würden dann durch gute Worte, durch ihre Tugend¬beispiele und durch ihre Gebete sich gegenseitig zu fördern und zu vervollkommnen suchen in christlicher Heiligkeit; sie würden es sich ernst angelegen sein lassen, ihre Familie zu einer trauten, glücklichen Stätte zu machen, wo man Gott treu diente und sich gegenseitig auftichtig liebte! O christliche Ehe¬leute, vergesset es doch nie, daß ihr in einem hei¬ligen Stande lebet!

II.

Die Ehe ist ferner ein unauflöslicher Bund; nur der Tod kann denselben trennen, so

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