Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

doch durch die christliche Gesinnung der Stachel und die Schärfe genommen und das Kreuz gereicht nur zum Heile für Zeit und Ewigkeit. Glücklich darum die Familie, in der man ernstlich nach Tugend strebt, in der standesmäßige Keuschheit, Demuth, Geduld, Sanftmuth, Opfergeist und christliche Barmherzigkeit herrschen, in der man aus Liebe zu Gott treu und freudig seinen Berufspflichten entspricht. Eine solche Familie ist eine Schule, eine Pforte des Himmels. Nicht leicht wird ein Glied einer solchen Familie ewig verloren gehen.

Dieses christliche Tugendleben nun wird in be-sonderer Weise gefördert durch das gemeinschaftliche Gebet in der Familie. Soll ein schönes christliches Tugendleben in der Familie herrschen, so muß man dieselbe vor der Verweltlichung bewahren. Läßt man die Welt in sie einziehen, so ist eine gründliche Tugend in ihr unmöglich. Der Stolz und die Eitel¬keit der Welt, der Leichtsinn der Welt, die Vergnü¬gungssucht, Unruhe und die Zerstreuungen der Welt, die Grundsätze der Welt, die vielfach Gott ganz ignoriren, nur dem stolzen Ich und der Sinnlichkeit schmeicheln, lassen dort keine wahre Tugend auf-kommen. In Häusern, durch deren Thüre und Fenster die Weltluft, der Weltgeist, die Weltfreude in vollen Strömen einkehren, findet man eher alles Andere als ein gediegenes Tugendleben.

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