Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

I.

1. Die stille Häuslichkeit der Familie ist erstens ein festes Bollwerk gegen das Böse, gegen die Sünde. Sünde und Leidenschaft sind eine Quelle, aus der tödtliches Gift für die Familie hervorströmt. Sie bringen ihr Unheil und Verwirrung; sie können so¬gar die Familie zu einer Art Hölle machen. Man denke doch nur an die Trunksucht, die schon so viele Familien in's tiefste Elend gestürzt hat; an die un¬geordnete Vergnügungssucht, die Jubel will und mit der Zeit Schmerz und Weh in die häuslichen Ver¬hältnisse bringen muß; man denke an den Zorn, der wie ein Unthier in dem Hause wüthet und rast; an die Unzucht, die schon so viele Herzen in den Familien mit Kummer und Bitterkeit erfüllt hat. Ach wie viele Familien könnten liebe, traute Stätten des schönsten Glückes sein, hätte man aus ihnen die Sünde fern gehalten. Doch seitdem die Sünde ein-gelehrt ist, sind es Wohnungen, in denen schmerzlicher Kummer an den Herzen zehrt, und bittere Thräneu reichlich fließen.

Durch die zu große Ausgegossenheit in die Zer-streuungen des Lebens, durch den unordentlichen Hang nach den Vergnügen der Welt wird die Sünde, das Laster in die Familie eingeführt. Starke Essenzen verlieren bald ihre Kraft, wenn die Gefäße, in

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