Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

Philipp Henry, den man wegen seiner Sanftmuth den Himmlischen nannte, eine Frau und beschwerte sich bei ihm über ihren bösen Mann, der sich äußerst unfreundlich gegen sie benehme. Als sie endlich mit ihren Klagen fertig war, frug sie: ‘„Was mei¬nen Sie nun, Herr, daß ich thun soll?" ’ Der Die¬ner Gottes hatte die Klagende und Fragende sogleich durchschaut und gab ihr darum die ernste Antwort: ‘„Ich meine, Sie sollten nach Hause gehen und ein besseres Weib gegen ihren Mann sein; dann wird auch er besser gegen Sie sein."’

‘„Sie sollen ein besseres Weib sein," ’ das könnte man mit vollem Rechte mancher Frau sagen, die in ihrer Eitelkeit zu viele Ansprüche macht in Be-zug auf ihre Kleidung und immer wieder mit ihren Forderungen den armen Mann quält, sobald eine Freundin oder Nachbarin ein neues Kleid trägt, oder sobald eine neue Mode aufgekommen ist. Wie oft ist dadurch schon der Friede in Familien unter¬graben worden!

‘„Sie sollen ein besseres Weib werden,"’ so könnte man vielen Frauen sagen, die es vergessen zu haben scheinen, daß es die Pflicht des Weibes ist, Gehor¬sam zu leisten, die eigensinnig werden und vielleicht Tage lang schmollen, wenn der Mann ganz mit Recht in einer Sache nicht nach ihrem Wunsche

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