Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

irdische Leben. Sie ist es ja, welche den Christen auffordert, unablässig zu kämpfen gegen seine Lei-denschaften und bösen Neigungen, und die ihn in diesem Kampfe mit ihren übernatürlichen Gnaden-mitteln mächtig unterstützt; sie ist es, die ihn be-ständig aufmuntert, mit Eifer nach Tugend zu streben und immer mehr im Guten sich zu vervollkommnen; sie lehrt uns, den Nebenmenschen als unseren Bruder zu lieben und die Noth und das Elend der Armen in barmherziger Weise zu lindern; sie befiehlt uns, die von Gott gesetzte Obrigkeit anzuerkennen und ihr willigen Gehorsam zu leisten. Jedermann muß einsehen, daß dadurch die ganze Gesellschaft für Zucht und Ordnung, für Tugend und Sittlichkeit, für irdisches Heil und zeitliche Wohlfahrt nur überaus viel ge-winnt. Ueberall wo die Kirche frei wirken kann, und wo man ihr Wohlwollen und ein gutes, williges Herz entgegenbringt, wirkt sie erneuernd und belebend auf die Gesellschaft ein, rettet sie die Christen für Zeit und Ewigkeit.

Aber unsere heilige Kirche wird diesen vollen ganzen Segen für Zeit und Ewigkeit nicht entfalten können, wenn sie mit ihrer Wirksamkeit bloß auf den Sonntag, bloß auf die Sakristei und das Gotteshaus beschränkt ist, wenn man bloß am Sonntage in demselben kurze Zeit etwas betet und,

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