Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Die christliche Familie

gewiß nichts nachtragen und sich nicht längere Zeit hart und abstoßend gegen dasselbe zeigen; aber sie sollen sich auch nicht als Schwächlinge benehmen und sich nicht durch Liebkosungen und allerlei Schmeicheleien um das Wohlwollen des bestraften Kindes bewerben. Es würde dann glauben, es sei ihm Unrecht geschehen, und so wäre der Zweck der Strafe vereitelt.

Ebenso ist es ein Fehler, wenn Vater und Mut¬ter nicht zusammenhalten, wenn der eine Theil das Kind in Schutz nimmt, wenn es von dem andern eine gerechte Strafe erhalten hat. Hier gilt auch: Einheit macht stark. Nur Eltern, die bei der Er¬ziehung einheitlich zu Werke gehen, werden ihre Bemühungen mit Erfolg gekrönt sehen. Es kann ja hier und da einmal vorkommen, daß Vater und Mutter bezüglich der Schuld des Kindes und der zu ertheilenden Strafe verschiedene Meinung haben. Aber das sollen sie allein mit einander besprechen. Die Kinder dürfen davon nichts merken. Es ist immer das Beste, wenn dieselben eine Disharmonie, eine Uneinigkeit zwischen Vater und Mutter für unmöglich halten.

Endlich ist es ein großer Fehler und ein unbe-greiflicher Unverstand, wenn die Eltern ein unarti¬ges Kind gegen den Lehrer oder Katecheten in Schutz nehmen, sobald es von diesem eine Strafe erhalten,

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