Full text: Matthias <von Bremscheid>: ¬Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben

52 - 
auch ab und zu einen Pfennig, so geschieht es nur 
mit Kälte und Unwillen. Aehnlich machen es Viele 
mit dem unendlichen Gott. Sie verachten ihn, gehen 
kalt an ihm vorüber und beklagen sich über seine Forde¬ 
rungen; sie wollen ihm nicht das kleine, winzige 
Almosen ihres Dienstes und ihrer Liebe schenken. Ach 
die Armen, wie sind sie zu bedauern! Wenn Der¬ 
jenige, welchen sie im Leben wie einen Bettler ver¬ 
achtet haben, sie durch den Tod vor seinen Richterstuhl 
fordert und dort als ewiger, heiliger und gerechter Gott 
über ihre ganze Ewigkeit entscheidet, wie werden sie 
dann ihre Blindheit, ihren Undank und ihre Untreue 
bereuen! Aber dann wird es zu spät sein. 
III. 
Wir sind für die Ewigkeit erschaffen. 
Eine junge Dame war ganz weltlich und gleich¬ 
giltig gegen das Heil ihrer Seele geworden. Sie be¬ 
saß, wie das bei Leuten dieser Art nur zu oft der Fall 
ist, keinen Sinn für die einfachen und ruhigen Arbei¬ 
ten der stillen Familie. Sie wußte nicht, welch' hohe 
Bedeutung dieser Sinn für häusliches Leben und Ar¬ 
beiten bei den Frauen und Jungfrauen besitzt, auch 
dann, wenn sie den sogenannten besseren Ständen an- 
gehören. Darum schlief sie am Morgen bis spät in 
den hellen Tag hinein, machte dann ihre Toilette und 
Digitalisierungsvorlage: 
 
5 
Erzbis 
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung 
und I
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer